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veröffentlicht am 2016-09-19

„Schutz des Treptower Parks stand an oberster Stelle“

eps erklärt wie die sensiblen Flächen fürs Lollapalooza Berlin sachgerecht vorbereitet wurden

Krailling/Bergheim – Ein Festivalgelände für Tausende von Besuchern vorzubereiten, ist bekanntlich nicht einfach. Im Falle des Lollapalooza Berlin 2016 ist der Schutz des Treptower Parks sogar zum Politikum geworden. Wie genau die sensiblen Flächen für die erwarteten 140.000 Festivalgänger sachgerecht vorbereitet wurden, erklärt Christian Sandvoß, Projektleiter beim Infrastrukturdienstleister eps.

Seitdem im Frühjahr bekannt wurde, dass das Lollapalooza Berlin von Tempelhof nach Treptow umziehen muss, begleiteten die Veranstalter zahlreiche Widerstände…

Den Treptower Park für das Lollapalooza auszuwählen, ist ein gesellschaftlich und politisch sehr kontrovers diskutiertes Thema. Der Berliner Senat befand sich dieses Jahr in der Zwangslage, ein geeignetes Gelände als Ersatz für das Tempelhofer Feld zur Verfügung zu stellen. Weil der Flugplatz inzwischen als Flüchtlingsunterkunft dient, musste das Open Air trotz eines Vertrags zwischen Veranstalter und Tempelhof umziehen. Es formierten sich viele Widerstände, da der Treptower Park jüngst für 13 Millionen Euro saniert wurde. Außerdem befindet sich dort das Sowjetische Ehrendenkmal mit einem Friedhof, was das Gelände zu einem sensiblen Bereich im öffentlichen und politischen Leben macht.

Welche Rolle spielt dort eps als Infrastrukturdienstleister?

Der Festivalveranstalter FRHUG Festival beauftragte uns als Fachunternehmen für den Bodenschutz im Treptower Park. Nach Planvorgaben verlegten wir unsere verschiedenen Bodenschutzsysteme auf den erst jüngst neu angelegten, restaurierten Flächen. Vor Ort optimierten wir dann noch den Aufbau und bauten noch Rampen in der Länge von 1,6 Kilometern an, um die Wege in den Fluchtbereichen barriere- und stolperfrei zu gestalten. Eine gute Vorbereitung, aber auch Flexibilität sind bei so einem Projekt äußerst wichtig.

Wie lange dauert der Aufbau?

Wir setzten insgesamt 86 LKWs mit je 40 Tonnen Gesamtgewicht ein. Dabei bauten wir bereits am ersten Tag etwa 60 Prozent des Materials auf. Nach zwei weiteren Tagen lag dann fast das gesamte Equipment auf dem Festivalgelände und war für weitere Gewerke wie Bühnenbauer, Zeltbauer, Strom- und Wasserversorgung sowie Gastronomie bereit. Nicht zu unterschätzen waren dabei die beschränkten Logistik-, Umschlags- und Entladeflächen sowie extrem langen Transportwege von den Lager- zu den Produktionsflächen. Und das alles noch bei einem sehr engen Zeitfenster für die Anlieferung und Abholung sowie den Auf- und Abbau vor den Bühnen- und Produktionsbereichen.

Welche Hürden waren dabei zu bewältigen?

Die größte Problematik bestand darin, dass wir zunächst die Genehmigung hatten, auch nachts zu arbeiten. Doch aufgrund von Anwohnerbeschwerden untersagte uns die Polizei die Arbeit. Daraufhin aktivierten wir sämtliche Helfer und verlegten die zwei Nachtschichten auf die Folgetage – mit Erfolg.

Das klingt alles nach einer besonders straffen Logistik und viel Manpower…

Das Material haben wir je nach Einsatzbereich in verschiedene Mengen unterteilt und lieferten von verschiedenen Seiten an, zumal das Festivalgelände durch die Puschkinallee in eine Nord- und Südseite unterteilt und somit auch nicht von allen Seiten zugänglich war. Das auf drei Ladestellen disponierte Material verteilten 18 Gabelstapler, während die Mitarbeiter vor Ort zehn ClubCars für Personaltransporte und fünf Gatoren mit Anhänger für kurzfristige Materialverschiebungen nutzten.

Wie viele Mitarbeiter arbeiten an dem Projekt Lollapalooza für eps?

Im Projektteam arbeiteten zehn Leute mit, zunächst der Projektleiter mit dem Backoffice in Bergheim und Berlin sowie der Leiter der Supervisoren, der Transportlogistik und unser Architekt, der die CAD-Pläne mit den verschiedenen Bodenbelägen in Absprache mit der Produktionsleitung erstellte. Für die Materiallogistik  vor Ort waren 12 Supervisoren zuständig, die ein Team von bis zu 80 Aufbauhelfern sowie 18 Gabelstaplerfahrer koordinierten. Die Kranfahrzeuge steuerten je zwei Mann, koordiniert von einem weiteren Projektleiter.

Welches Material setzten Sie im Treptower Park ein?

Für die Zugangs- und Fußgängerwege setzen wir 5.500 Quadratmeter Hexagon-Verbundplatten ein, während in den Bereichen für besonders schwere Lasten wie den Musikbühnen, Kranzufahrten oder Zufahrten für Arbeitsbühnen über 10.000 Quadratmeter des Schwerlastfahrstraßensystems Box Panels zum Einsatz kam. Für die temporären Zufahrten, die Logistikflächen für die Gastronomie oder die Bühnen- und Produktionsbereiche nutzen wir je nach Bedarf und Untergrund über 5.000 Quadratmeter PistEco Kunststoffplatten oder 16.500 Quadratmeter der Schwerlastplatten Remopla.

Und wie genau sicherten Sie die frisch sanierten Parkwege und Grünflächen?

Hier kam unser selbst entwickeltes, patentgeschütztes Abdecksystem Arena Panels zum Einsatz. Etwa 18.000 Quadratmeter Material, also insgesamt eine Fläche von zweieinhalb Fußballfeldern, setzten wir auf dem Lollapalooza-Gelände für etwa vier Kilometer Wegebau ein.

Was ist das Besondere an den Arena Panels?

Die Arena Panels haben wir speziell für den Eventbereich entwickelt. Sie sorgen für eine optimale Lastenverteilung in Bereichen, in denen Schwerlastverkehr für Auf- und Abbauten auf sensiblem Untergrund notwendig ist. Das Besondere ist deren glatte Unterseite, um sensible Flächen wie Stadionrasen oder Parkanlagen zu schonen. In Kombination u.a. mit Geotextil, Enkamat oder Gummigranulatmatten unter den Arena Panels sicherten wir  den schützenswerten  Untergrund zusätzlich. Das war gerade für die frisch sanierten Parkwege sehr wichtig.

War der Schutz des Parks auch die größte Herausforderung bei dem Lollapalooza Festival im Treptower Park?

Ein Festival erstmalig auf einem noch nicht bespielten Gelände auszurichten, ist eine große Herausforderung für den Veranstalter, die Stadt Berlin und für alle Beteiligten. In kürzester Zeit wurde nämlich erstmals ein schwieriges Gelände zu einer funktionierenden, attraktiven Spielstätte. Mit unserer 20-jährigen Erfahrung als Servicedienstleiter bei Events wie Rock am Ring, Wacken Open Air oder Hurricane/Southside Festival unterstützte eps das Lollapalooza zuverlässig, professionell und zur vollsten Zufriedenheit aller Beteiligten wie Veranstalter, Dienstleister und Behörden.  Ein reibungsloser Ablauf und der Schutz des Treptower Parks standen dabei an oberster Stelle.

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